Auenwald im Dezember 2007

Lorch Schweißtechnik nimmt indischen Wachstumsmarkt ins Visier.

Gemeinsam mit der Ellenbarrie Industrial Gases LTD, dem großen bengalischen Hersteller für technische Gase, vereinbarte der schwäbische Traditionshersteller LORCH aus Auenwald ein Joint Venture für die Errichtung eines Schweißtechnik- und Schulungscenters in der indischen Boomregion Kolkata. Baubeginn ist Frühjahr 2008. Die LORCH Schweißtechnik fertigt am Standort Auenwald bei Backnang mit 153 Mitarbeitern professionelle Schweißanlagen für Handwerk und Industrie in 50 Ländern.

Vertragsunterzeichnung beim bengalischen Wirtschaftsminister Nirupam Sen (Bildmitte). LORCH Geschäftsführer Wolfgang Grüb (li) und ELLENBARRIE Direktor Indrajit Mookherjeeen (re)

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Das LORCH Schweißtechnik- und Ausbildungscenter in Kolkata (früheres Calcutta) ist das erste seiner Art in Indien und wird modernste Schweißtechnik und auch Automationslösungen für industrielle Anwender vorstellen. Im Schulungscenter werden indische Schweißfachleute an neueste Schweißverfahren und Automatisierungstechniken herangeführt. Lorch Geschäftsführer Wolfgang Grüb zeigt sich optimistisch: "Jüngste Schätzungen zeigen, dass der Markt für Schweiß- und Automatisierungstechnik in Indien enormes Potenzial hat und rasant wächst. Beleg hierfür sind unter anderem auch die Investitionen von Bosch, Volkswagen, Claas oder Renault" (siehe Hintergrund).

Zu den Kundengruppen für moderne Schweißtechniklösungen von LORCH zählt Wolfgang Grüb die indischen Boombranchen Automobil- und Wagonbau sowie das Metallhandwerk und den Baubereich. Ellenbarrie Direktor Indrajit Mookherjee betont, dass das Kundenportfolio beider Partner sehr ähnlich ist und damit viele Synergien bietet. Die LORCH Schweißtechnik GmbH, die kürzlich Ihr 50-jähriges Firmenjubiläum feierte, wird mit 51 Prozent am Joint Venture beteiligt sein, die Ellenbarrie Industries mit 49 Prozent. Laut Firmenangaben werden im Center zunächst 10 Mitarbeiter arbeiten. Pro Jahr können dann mehr als 250 indische Schweißer geschult werden.


Hintergrund
Der Markt für Schweißtechnik in Indien

Die indische Wirtschaft wächst um durchschnittlich acht Prozent pro Jahr! Damit gehört Indien nicht nur zu den dynamischsten Volkswirtschaften der Welt, sondern hat nach Ansicht von Experten auch das Potenzial, zu einem bedeutenden Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft zu werden. Vor allem die demografische Entwicklung des Landes (Bevölkerungszuwachs 1,5% pro Jahr), die ungesättigten Märkte und die rasche Industrialisierung bieten internationalen Unternehmen immer bessere Geschäftsmöglichkeiten auf dem Subkontinent. Ob Automobilindustrie, Schienen- und Luftverkehr, Energiesektor oder Maschinen- und Anlagenbau: Für alle Hauptanwenderbranchen der Fügetechnik ist Indien ein wichtiger Zukunftsmarkt.

Investitionsparadies Indien

  • Volkswagen investiert 410 Millionen Euro in ein Autowerk in Pune - die bisher größte deutsche Einzelinvestition in Indien. Von 2009 an sollen hier 2.500 Mitarbeiter jährlich bis zu 110.000 Fahrzeuge produzieren.
  • Europas größter Landtechnikhersteller Claas baut für 19 Millionen Euro ein Mähdreschwerk in Morinda im Bundesstaat Punjab. Hier werden ab Mitte 2008 speziell für die Getreideernte in Indien entwickelte Mähdrescher vom Band laufen.
  • Das größte Autowerk Indiens mit einer Jahreskapazität von 400.000 Autos entsteht in Chennai. Darauf haben sich Renault und Nissan mit dem indischen Hersteller Mahindra geeinigt. Binnen sieben Jahren sollen mindestens 686 Millionen Euro investiert werden.
  • Indien will sein über 100 Jahre altes Eisenbahnnetz den Erfordernissen der schnell wachsenden Wirtschaft anpassen. Für die Modernisierung des 63.000 Kilometer langen Schienennetzes ab 2007 sind rund 5,2 Milliarden Euro vorgesehen.
  • Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch wird sein Investitionsprogramm für Indien aufstocken. Bis 2008 werden statt zunächst geplanter 180 Millionen Euro 325 Millionen Euro investiert.

Quelle: Schweissen & Schneiden, India 2007

Über LORCH
50 Jahre Schweißen aus Leidenschaft

LORCH zählt seit der Firmengründung im Jahr 1957 zu den führenden Unternehmen der Schweißtechnik-Branche. Viele der bei LORCH entwickelten Innovationen sind heute weltweit Standard.

Zu den Stärken der schwäbischen Schweißtechnik-Visionäre gehören die Entwicklung hochmoderner Schweißgeräte und passender Automatisierungskomponenten. Allein in der LORCH Entwicklung arbeiten 20 der insgesamt 153 Mitarbeiter. Diverse Patente und Technikauszeichnungen sowie die Verleihung des Bundesinnovationspreises 2001 sind Ausdruck für die Schlüsselkompetenz von LORCH: Die Fähigkeit, komplexe Technik mit den Praxis-Bedürfnissen professioneller Schweißer optimal in Einklang zu bringen. Firmenchef Wolfgang Grüb: „Auch wenn so manches LORCH Schweißgerät heute über mehr Prozessorleistung verfügt als die Apollo 11 bei der Mondlandung, ist Technik für uns kein Selbstzweck. Mikroprozessorgesteuerte Elektronik, Datenbank- und Netzwerkanbindungen stehen im Dienste unserer Kunden und müssen das Schweißen einfacher, schneller und besser machen.“

Technische Meilensteine in der Firmengeschichte sind die Entwicklung der weltweit ersten Schweißtrafos in schutzisolierten Gehäusen in der 50er Jahren, die Erfindung der MIG-MAG Doppelvorschubanlage 1971, die Entwicklung der ersten Multi-Schweißanlage zum MIG-MAG und WIG-Gleich/Wechselstrom-Schweißen Ende der 70er, die Einführung des LORCH Inverterprogramms im Jahre 1993 und vier Jahre später - als weltweit erster Hersteller - die Verwendung von CAN-BUS zur Steuerung von Schweißgeräten. Wichtige Schritte auf dem Weg zu einem international erfolgreichen Hightech-Produzenten von Hochleistungs-Schweißstromquellen.

Kräftig investiert wurde auch in den Produktionsstandort in Auenwald – eine halbe Autostunde von Stuttgart gelegen. So steht Im Mittelpunkt, der im Jahr 2002 erbauten LORCH Firmenzentrale, die so genannte „gläserne Produktion“. Sie gehört zu Europas modernsten Schweißgeräte-Fabrikationen und steht für Top-Qualität -Made in Germany. Wolfgang Grüb: „Lorch steht für 100 Prozent Zuverlässigkeit, Sicherheit und technisches Fullfilment. Der Service über die gesamte Lebensdauer des Produkts steht im Vordergrund.“

Neben praxisorientierter Technik, hoher Fertigungsqualität und Service nah am Kunden gibt es einen weiteren ausschlaggebenden Faktor für die hohe Zufriedenheit von LORCH Kunden – die Leidenschaft aller LORCH Mitarbeiter für das Schweißen und ihre Vision Schweißen einfacher und besser zu machen.




KONTAKT

LORCH Schweißtechnik GmbH
Leitung Marketing- & Produktmanagement
Herr Andreas Rimböck
Tel: +49 (0) 7191.503.0
Fax: +49 (0) 7191.503.199
Andreas.Rimboeck@lorch.biz
Im Anwänder 24-26
D - 71549 Auenwald
http://www.lorch.biz

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