01.09.2026

Sichere und nicht-sichere Funktionen bis SIL2 

Die neue Fahrzeugsteuerung LION SafeCCU von LÜTZE TRANSPORTATION ermöglicht die parallele Steuerung von sicheren und nicht-sicheren Funktionen bis SIL2 in einem Gerät.  

Der Bahntechnik-Spezialist LÜTZE TRANSPORTATION erweitert sein weltweit in Schienenfahrzeugen eingesetztes modulares Bussystem LION (Lütze Input Output Network) um eine weitere speicherprogrammierbare Steuerung: die LION SafeCCU (Compact Control Unit), die Anwendungen, bis Sicherheitsstufe SIL2 abdeckt. Die LION SafeCCU ermöglicht den Anschluss sicherer und nicht-sicherer I/O-Baugruppen über den L-Bus². So können sichere und nicht-sichere Funktionen parallel und rückwirkungsfrei in der Steuerung betrieben und konfiguriert werden, ohne dass sich die Programmteile gegenseitig beeinflussen. Bis zu 32 Module lassen sich an die Steuerung in bis zu drei Zeilen anschließen. Die Fahrzeugsteuerungen LION SafeCCU verfügen von Haus aus über jeweils eine Schnittstelle mit MVB (Multifunction Vehicle Bus) mit Safe Data Transmission Layer (SDTv2) bzw. TRDP (Train Real-Time Data Protocol) mit SDTv2. 

LION SafeCCU steuert sichere und nicht-sichere Funktionen  bis SIL2 parallel in einem Gerät

Abb.: LION SafeCCU steuert sichere und nicht-sichere Funktionen bis SIL2 parallel in einem Gerät
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LÜTZE TRANSPORTATION bietet die LION SafeCCU mit einer zweiten Feldbusschnittstelle an. Hier stehen drei CAN-Bus-Varianten zur Verfügung: CAN2.0, CANopen Master und CANopen Slave. Die CAN-Bus-Schnittstellen eignen sich besonders für Diagnose- und Kommunikationszwecke, wobei ein integriertes Relais im Fehlerfall anwenderabhängig geschaltet werden kann. Die LION SafeCCU bietet zudem die DualHoming-Funktion. Diese bietet den Vorteil, dass bei einem Ausfall eines Switches oder Netzwerkkabels die zweite Ethernet-Schnittstelle automatisch die Kommunikation übernimmt. Zusätzlich verfügt die LION SafeCCU über einen weiteren M12-Anschluss, um kundenspezifische Module über einen proprietären Feldbus zu integrieren.

Die neue LION SafeCCU verfügt über zwei interne Bereiche: einen sicheren und einen nicht sicheren. Diese Bereiche werden jeweils mit unterschiedlichen Programmierumgebungen konfiguriert. Der Vorteil dieser Trennung besteht darin, dass der sichere Bereich beispielsweise vom TÜV zertifiziert und anschließend fixiert werden kann, während beim nicht sicheren Bereich weiterhin eine flexible Anpassung möglich ist. So lassen sich nicht sichere Anwendungen wie Kommunikationsprotokolle ohne Einfluss auf den sicheren Bereich modifizieren. Der sichere Bereich der CPU steuert die I/O-Module über den L-Bus² an und ist für das Einlesen und Schreiben der I/O-Daten verantwortlich. Beide Bereiche, sicher und nicht sicher, sind über ein Dual Ported Memory (DPM) miteinander verbunden, was einen Datenaustausch zwischen den Bereichen ermöglicht.

Die neue LION SafeCCU ist mit einem Weitspannungsnetzteil (DC 24–110 V) ausgestattet. Dank der modularen Vielfalt der LION-Produktfamilie kann die Steuerung flexibel aufgebaut und an spezifische Anwendungen angepasst werden. Die neue Steuerung erfüllt alle relevanten Bahnnormen, darunter EN 50126, EN 50128, EN 50129, EN 45545, EN 50155 und EMC 06. Sie entspricht der Schutzart IP20 und ist für den Einsatz in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +70 °C (OT4, Operation Temperature Class 4) ausgelegt.

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Lütze Transportation GmbH auf der InnoTrans 2026
22. - 25. September 2026 
Halle 27 Stand 650